Exkursionen sind attraktiver als Arbeitseinsätze. Warum eigentlich?

Bilder vom SOMMERAUSFLUG 2017 altes Bahngelände  Krusenbusch mit Jürgen Feder

Der Diplom-Ingenieur für Landespflege, Flora und Vegetationskunde zählt zu den bekanntesten Experten für Botanik in Deutschland und ist Autor bzw. Co-Autor diverser Bücher, Fachzeitschriften und von inzwischen mehr als 600 Fachartikeln zum Thema Flora. Der begeisterte Naturforscher war nach seiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner und seinem Studium der Landespflege lange Zeit als selbständiger Landespfleger und Chef-Pflanzenkartierer tätig. Jürgen Feder vermittelt auf leicht verständliche Art sein Fachwissen und verhilft dem Thema Botanik auf diese Weise zu mehr Bekanntheit und Popularität.  Sein Enthusiasmus für die Pflanzenwelt und seine authentische Art, sich auch für die unscheinbarsten Gewächse zu begeistern, sind mitreißend und fesseln, selbst für Zuschauer ohne „grünen Daumen". In seinem neuen Vortrag „Feder`s fabelhaftes Pflanzenjahr 2016" wirft Jürgen Feder auf seine unvergleichliche Art einen Blick auf sein persönliches Pflanzenjahr 2016 zurück. (Presseinfo) 

 

Trotz heftigem Regen hat die Gruppe 3 1/2 Stunden den interessanten Ausführungen von Jürgen Feder zugehört, der wieder einmal unter Beweis stellte, dass Exoten, also äußerst seltene Pflanzen in der Natur nicht nur im Ausland oder auf anderen Kontinenten zu finden sind, sondern direkt um die Ecke, quasi in unserem Vorgarten. Er zeigte auf, dass auf den kargen Schotterböden des Bahngeländes Pflanzen gedeihen, die man nur noch in Pflanzenbestimmungsbüchern findet. So Orchideen, Sonnentau und verschiedene Habichtskrautarten, letztere besonders wertvoll für unsere Zottelbienen.

 

Ziemlich durchweicht aber glücklich und um viel Wissen reicher, ging es anschließend noch in den Bümmersteder Krug zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.  

Ausflug ins Barneführer Holz

 

„Am 8. Oktober 2016 unternahmen Mitglieder des NABU Hatten eine Exkursion ins Barneführer Holz, die von Helmuth Koopmann organisiert worden war.

Da gab es viele interessante Dinge zu entdecken. Besonders interessant war zu sehen, wie bei Baumstubben von Douglasien und anderen Bäumen die Schnittstellen wieder zuwuchsen. Dabei sollte man meinen, wenn Stamm und Krone fehlen, werden die Wurzen absterben. Aber nein! Der Grund dafür soll sein, dass die Wurzeln der abgesägten Bäume mit Wurzeln noch stehender Bäume zusammenwachsen, sich also die Energie vom nahestehenden "Mutterbaum" holen und somit weiterleben. Meist bilden sie im Jahr darauf neue Triebe aus.

Hinsichtlich des Feuchtgebietes ist besonders erfreulich, dass sich die Situation dort deutlich verbessert hat. Die Forstverwaltung hat über die Hunte-Wasseracht veranlasst, dass ein fester Überlauf geschaffen wurde. Dadurch kann das Wasser jetzt höher ansteigen und das gesamte Feuchtgebiet hält deutlich länger Wasser. Das Problem war, dass das Feuchtgebiet bei viel Wasser überlief und an der Überlaufstelle bei jeder Überschwemmung weiterer Sand wegspülte. Das hatte zur Folge, dass der mögliche Höchstwasserstand in jedem Jahr niedriger ausfiel.“ 

 

(Bilder von U Pommerening, Text von W. Riemer)

 

Sommerausflug des NABU Hatten

Am 17. 09. 2016 fand unser diesjähriger Sommerausflug statt. Er führte uns zur Biomolkerei Dehlwes in Lilienthal bei Bremen (zur Internetpräsenz der Molkerei gehts hier). Vor Ort konnten wir die Stallungen der ca. 260 Tiere besichtigen und sogar bei der Geburt eines Kalbes zusehen. Außerdem führte uns Herr Dehlwes über seinen Hof und durch die Molkerei. Abschließend probierten wir im hofeigenen Melkhus die verschiedenen Milchprodukte des Dehlwes Hofes. Wer wollte, konnte sich im Hofladen auch gleich ein paar leckere Produkte mit nach Hause nehmen. Nach dem Besuch des Hofes kehrten wir in einem Gasthaus am Wümmedeich zum Mittag ein. Anschließend spazierten wir durch die Wümmeniederung und fuhren wieder heim. Für die tolle Ausflugsidee und Organisation bedanken wir uns herzlich bei Helmuth Koopmann und Wolfgang Riemer.

(Bilder von U. Pommerening und L. Beyer)